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Wo der Käse herkommt...

Wo der Käse herkommt...

Käseherstellung wie früher...

Xaver & Adele stehen für die Arbeit in der 3-Stufen Landwirtschaft des Bregenzer Waldes

Im Frühjahr 2016 haben wir den Bauernhof von Xaver und seiner Frau Adele mitten im Bregenzerwald in Schoppernau besucht.
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Von Beginn an hat uns ihre natürliche Bodenständigkeit tief beeindruckt. Wie früher sehen sie ihre 10 Kühe nicht nur als Geldbringer sondern auch als Freund an, mit dem man gut umgehen muss. 10 Kühe sind völlig normal für die Größe der Bauern dort. Alles wird wie früher von der Natur und den Jahreszeiten bestimmt. Und natülich werden die Kühe auch nicht mit irgendwelchen Medikamenten hochgepäppelt. Adele sagte uns, dass ihre Kühe normalerweise keinen Arzt bräuchten. "Wenn eine Kuh mal komisch schaut, hab ich eine Spezialmedizin: streicheln! Und wenn sie doch mal was braucht: Homöopatie! Das hilft auch bei Kühen!"

Am dritten Tag haben wir auf der Vorsäß-Alm gefrühstückt. Adele brachte alles schon früh morgens auf 1.100 Meter. Das Frühstück dort war wie eine Reise in unsere Kindheit. Stundenlang saßen wir zusammen und haben erzählt.
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Bei einem Besuch in der örtlichen Molkerei durften wir dann auch bei der Käseherstellung "mithelfen" - OK es war mehr den Löffel halten und etwas rühren. Aber alle waren sehr damit beschäftigt uns alles über die traditionelle Käseherstellung beizubringen. Und das war wirklich sehr interessant. Alle wollen unbedingt und aus tiefster Überzeugung guten und sauberen Käse herstellen - und sie tun es auch!
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Drei Tage haben wir bei Xaver, Adele und ihren Kindern auf dem Hof gewohnt. Wir haben den Aufenthalt unendlich genossen. Mitten unter netten Menschen und vielen Tieren (Katzen, Hasen, Ziegen, Pferde und natürlich Kühen) zu leben ist einfach etwas sehr Schönes und Befriedigendes. Wir mussten in diesen Tagen so oft an früher denken. Auch unsere Eltern hatten noch Landwirtschaft mit zum Schluß nur noch zwei Kühen und vier Schweinen. Wir waren wohl noch klein, als sie den Hof aufgaben, aber wir können uns noch sehr gut an den natürlichen und schätzenden Umgang mit Tieren erinnern. Schön, dass es das noch gibt.
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Adele und Xaver haben mehrere Ferienwohnungen und wir können Ihnen nur einen Besuch dort empfehlen.
Link: Kinderbauernhof Felders

Was ist die Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald?

Im Bregenzerwald gibt es keine Silofütterung. D.h. um das Vieh ganzjährig zu versorgen, bedienen sich die Bregenzerwälder Bäuerinnen und Bauern bis heute einer altbewährten Bewirtschaftungsform, der so genannten Dreistufenlandwirtschaft.

1. Stufe: Im Frühjahr, wenn die Wiesen in vollem Grün stehen, kommen die Kühe auf die Weide im Tal.

2. Stufe: Da den Bauern nicht riesige Weiden im Tal zur Verfügung stehen, ziehen die Kühe im Spätfrühling vom Hof auf das Vorsäß (eine niedrig gelegene Alm). Dort gibt es dann wieder genug saftiges Gras! Die Kühe werden dort vom Bauern täglich gemolken. Meist bringt man die Milch in großen Milchkannen ins Tal zur Käserei.

3. Stufe: Wenn der Vorsöß abgegrast ist, ziehen die Bauern mit den Kühen etwa Anfang Juli auf die Alpe, also auf die Hochalm. Dort schließen sich Bauern meißt zusammen und lassen ihre Kühe unter gemeinsamer Aufsicht weiden. Auch hier werden sie täglich gemolken. Die Milch wird aber dann dort oben zu Käse verarbeitet. 

Ab Herbst geht es dann für die Kühe wieder den umgekehrten Weg erst auf die Vorsäß-Alm und dann wieder zurück ins Tal. Durch diese Maßnahme fressen die Kühe immer frisches Gras. Im Sommer wird dann parallel im Tal Heu für den Winter gewonnen. Durch den Verzicht auf gärende Futtermittel kann aus der Milch der auf diese Weise gehaltenen Tiere die so genannte Heumilch gewonnen werden, welche unter anderem zur Herstellung der traditionellen Bregenzerwälder Käsesorten unverzichtbar ist.

Die traditionelle Dreistufen-Landwirtschaft im Bregenzerwald ist seit kurzem übrigens Immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe.